Anders als die Magier verwenden Druiden Hilfmittel aus der belebten Natur, um ihre magischen Rituale - Handlungen genannt - durchzuführen. Sie leben in und mit der Natur und haben es sich zur Aufgabe gemacht, sie zu schützen und zu bewahren.

Die Ausbildung des Druiden

Nachdem ein Druidenlehrling seine Abschlussprüfung erfolgreich beenden konnte, besitzt er

(Kl - 50) / 5

(hier wird aufgerundet!)

Zauberhandlungen, von denen er jeweils zwei Portionen des dazugehörigen Katalysators sein Eigen nennt. Zu den erlernten Handlungen gehören nur diejenigen, deren gAP-Verlust nicht höher als 5 ist. Ausnahme ist der Zauber „Blitze schleudern“, den er nicht als Lehrling erlernen kann.

Der Spieler kann sich aus Tabelle f3 diese Handlungen sowie Katalysatoren aussuchen.

Erlernen neuer magischer Handlungen

Jederzeit ist es dem Druiden möglich, eine neue Handlung zu erlernen. Dafür muss er eine Tanrolle (druidisch: Spruchrolle; es befindet sich immer ein Katalysator in der Tanrolle), ein Buch oder einen Lehrmeister haben, durch den die Handlung beschrieben und erklärt wird.

Es ist wichtig, dass druidische Bücher und Tanrollen äußerst selten sind und als große Kostbarkeiten gelten. Wird eine Handlung von einer Tanrolle gelernt, so zerfällt sie danach mit dem Katalysator zu Staub. Diese Tanrollen können auch von Zauberern, die keine Druiden sind, gelesen und einmal ausgesprochen werden, wobei die Rolle danach selbstverständlich ebenfalls zu Staub zerfällt.

Druidenbücher hingegen können nur von Druiden entziffert werden, allen anderen Zauberern bleibt die Geheimschrift der Druiden ein Rätsel. Damit ein Druide ein Buch lesen kann, müssen ihm pro magische Handlung eine Kl-Probe und eine Kf-Probe gelingen. Gelingt eine oder beide nicht, so kann er diesen Versuch wiederholen, nachdem entweder Kl oder Kf gestiegen ist.

Um eine neue magische Handlung zu erlernen, muss der Druide die Tanrolle bzw. das Buch, in dem die unbekannte Handlung beschrieben wird, zuerst entziffern. Tanrollen stellen kein Problem dar, bei Büchern werden eine Kl- und eine Kf-Probe verlangt. Ist die Handlung entschlüsselt, so zieht sich der Druide für einen Tag an einen ruhigen Platz zurück, um die Handlung auswendig zu lernen und die Kraftlinien des Katalysators kennen zu lernen. Lernt der Druide die Handlung aus einem Buch, so muss er sich den Katalysator besorgen, um sie zu erlernen.

Gelingt dem Druiden eine normale Ausführung der magischen Handlung (in diesem Fall mit einer einfachen Kf-Probe) am Ende des Tages, so beherrscht er nun die Handlung, der Katalysator zerfällt zu Staub, ebenso wie die Tanrolle, wenn auf ihr die Handlung beschrieben war. Auf jeden Fall ist der Druide am Ende des Tages geistig völlig erschöpft. Gelingt dem Druiden die Ausführung der Handlung nicht, so besteht erst eine Möglichkeit, die Handlung zu erlernen, nachdem entweder Kl oder Kf gestiegen ist. Auch bei einer nicht erfolgreichen Handlung zerfällt die Tanrolle zu Staub, nicht jedoch ein Druidenbuch.

Der Druide betreibt keine wissenschaftliche Magie, sondern er entdeckt die Magie dadurch, dass er die Natur beobachtet und daraufhin seine Schlüsse zieht. Deshalb bestehen die Handlungen der Druiden nicht im Aufsagen von Sprüchen, sondern er braucht für jede Handlung einen geeigneten Katalysator, meistens irgendeinen Gegenstand direkt aus der Natur. Aus diesem Katalysator zieht der Druide seine magische Kraft, woraufhin der Katalysator zu Staub zerfällt. Druidenzauber, welche die Druiden als „Handlungen“ bezeichnen, gelingen (fast) immer (s. Kapitel "Die Abwehr von Druidenhandlungen"), wenn der Katalysator der richtige ist.

Magische Handlungen des Druiden

Besitzt der Druide den für die Handlung benötigten Katalysator und genügend geistige Ausdauer (gA), so gelingt die Handlung immer, ohne dass der Druide einen Prüfwurf machen muss. Die einzige Ausnahme besteht darin, dass ein Magier bzw. ein anderer Druide einen Gegenzauber macht (s. Kapitel "Die Abwehr von Druidenhandlungen").

Die nun folgenden Handlungen sind die Bekanntesten unter den Druiden. Neue Handlungen können in Absprache mit dem SL vom Spieler selbstverständlich eingebracht werden.

Der magische Katalysator

Zu allen magischen Druidenhandlungen muss gesagt werden, dass die angegebenen Katalysatoren sowohl in frischer als auch in pulverisierter Form vorliegen dürfen. Ausnahmen bilden die Handlungen „Schild“ und „Sumpf“, bei denen die Katalysatoren ausdrücklich nur in Pulverform benutzt werden können.

Um aus einem frischen Katalysator zu pulverisieren, muss der Druide einen Mörser mit Stößel sowie ausreichend Natronkalk mit sich führen.

Entscheidend für den Erfolg der Druidenhandlung ist die Güte des Katalysators. Um es spieltechnisch möglichst einfach handhaben zu können, werden alle Katalysatoren in Güteklassen von Null bis Zehn eingeteilt. Der Wert null bedeutet, dass der Katalysator in einem sehr schlechten Zustand ist, der Wert zehn gibt an, dass der Katalysator noch sehr frisch ist und herausragend präpariert wurde. Wie in Kapitel "Magische Handlungen des Druiden" erwähnt, gelingt die magische Handlung des Druiden immer, vorausgesetzt, der passende Katalysator liegt vor. Dieses Gelingen ist unabhängig von der Qualität des Katalysators. Die Möglichkeit, sich gegen die Auswirkungen einer Druidenhandlung zu wehren, hängt jedoch sehr stark von der Qualität des Katalysators ab (s. Kapitel "Die Abwehr von Druidenhandlungen").

Pulverisieren eines Katalysators

„Der Druide lege den frischen Katalysator in einen Behälter, der groß genug ist. Dann fülle er den Rest des Behälters mit Natronkalk auf, um dem Katalysator sämtliche Flüssigkeit zu entziehen. Je nach Größe mag dieser Vorgang bis zu einer Woche dauern. Danach möge er immer wieder Teile des Katalysators im Mörser pulverisieren, bis er komplett in Pulverform vorliege.“

Dieser Prozess ist vor allen Dingen für solche Katalysatoren angeraten, die leicht verfaulen oder schimmeln können. Zu diesen Katalysatoren zählt zum Beispiel das Zitteraalherz bei der Handlung „Blitze schleudern“. Das Pulverisieren verlangt eine Fi- und Kf-Probe vom Druiden. Die Proben bestimmen die Qualität des Katalysators:

Qualität eines Katalysators

Um die Qualität des Katalysators zu bestimmen, legt der SL die Qualität fest, sollte er gefunden, gekauft oder sonst wie erlangt werden. Durch das Pulverisieren sinkt die Ursprungsqualität jeweils um einen Punkt je 5 Punkte, die der Druide bei der Fi- und Kf-Probe über seinem aktuellen Wert liegt. Sinkt hierbei die Qualität unter null, so ist der Katalysator unbrauchbar.

Die Abwehr von Druidenhandlungen

Da die Druiden sehr naturverbundene Wesen sind und ihre Handlungen den Kräften des Bodens zuschreiben, sind sie nicht in der Lage, eine magische Handlung durchzuführen, wenn sie keinen Kontakt mit der Erde haben.

Weiterhin ist eine magische Handlung aufzuheben, wenn im Moment der Benutzung des Katalysators in einer Entfernung von 10 m der gleiche Katalysator vernichtet wird. In diesem Moment heben sich die Kräfte der beiden Katalysatoren auf, die magische Handlung des Druiden ist dadurch gescheitert.

Diese Informationen sind nur den höchsten Magiern, den Gildenältesten und natürlich den meisten Druiden selbst bekannt.

Ein von einer Druidenhandlung betroffenes Opfer kann sich gegen die Auswirkungen nur in den seltensten Fällen wehren, da nicht der Wille oder die Konzentrationsfähigkeit des Druiden die Qualität und Mächtigkeit der Handlung bestimmen, sondern die Güte des Katalysators.

Gelingt dem Opfer eine Wi-Probe, die um die Qualität des Katalysators mal 10 Punkte erschwert ist, so wehrt es sich erfolgreich.

Unterkategorien

Hier folgt eine Liste der bekanntesten magischen Handlungen der Druiden. Natürlich gibt es noch weit mehr als diese, daher sei dem Spieler des Druiden freigestellt, sich selbst neue Handlungen auszudenken.